Schon wieder ein Sommer vorbei. Spätestens, wenn man Karten für das Deaf Row Fest holt, ist das klar. Deaf Row Fest 2018 also. Wieder ein bunter Mix aus verschiedenen Stile, allen jedoch mehr oder minder Gitarre und Bass gleich. Der Rest hat dieses Jahr sehr variiert. Sieben Bands an einem Abend hieß es zu meistern. Bis zur dritten Band war man nah am Plan, dann war klar, das es spät wird.

Heads.

Start im noch nicht ganz vollen Kassablanca gab es mit Heads. Am ehesten würde ich es als etwas zwischen Grunge und Sludge beschreiben wollen, aber deutlich näher am Grunge der 90er.

Recht rockig, aber live hat es ganz ordentlich gedrückt. Guter Start.

Fotocrime

Nach den 90ern ging es dann zumindest stimmungstechnisch noch ein paar Jahre weiter zurück. Fotocrime hat mich mit der Mischung aus Gothic, Darkwave und vielleicht noch etwas Post-Punk doch sehr stark an die Musik von The Sisters of Merci erinnert. Einzig den Drumcomputer hab ich nicht gemocht.

Bei einer Studioaufnahme ist mir das egal, aber auch Frontline Assembly haben live ein echtes Schlagzeug dabei. Trotzdem hat Fotocrime doch schöne Musik gemacht. Kind der 80er eben …

B R I Q U E V I L L E

Mit der nächsten Band ging es dann musikalisch schlagartig zurück in die Gegenwart aber optisch viel weiter zurück als die 80er. B R I Q U E V I L L E ist mir bisher auf den Platten nicht so im Ohr geblieben, live waren sie dafür eine absolute Wucht. Es hat gedrückt wie Sau und der hypnotisch, fast monotone Sound, der sich über Minuten aufbaut ist ja genau meine Baustelle.

B R I Q U E V I L L E sollte man auf dem Radar behalten, war an dem Abend auch meine einzige Merchandising-Investition.

Sun Worship

Ordentlich Geballer, schön geradeaus gab es dann mit Sun Worship. Atmospheric Black Metal – oder eben so etwas in der Art – und wenn meine Erinnerung mich jetzt nicht gänzlich täuscht, nur mit Drum und Gitarre.

Auf jeden Fall ein Fest für meine Ohren.

Lento

Mit Lento gab es dann wieder einen stilistischen Wechsel und zwar in eine echt schwer beschreibbare Richtung. Doom-Sludge-Crust: von sehr fett zu völlig unerwarteter Eskalation und wieder mörderischen Tempowechseln.

In jedem Fall etwas für Dance like no one ist watching. Selbst auf Takt mit dem Kopf nicken war ei der Musik von Lento eine Herausforderung.

SOVIET SOVIET

Mit Soviet Soviet wieder eine Band, die ich bisher nicht kannte. Und nach den ersten Takten war ich irgendwie enttäuscht. Die Stimme hab ich nicht gemocht und das war mir alles zu poppig, geradezu Tanzmusik. Aber dann ist was passiert, ich hab mich einfach darauf eingelassen und die Show war gut. Ohne jede Diskussion gut, mit allem was dazugehört, inklusive den Bass rumwerfen.

Die Jungs von Soviet Soviet haben mit ihrem Post-Punk schon wirklich Spaß gemacht.

Downfall of Gaia

Und als Rausschmeißer und Abschluss vom Deaf Row Fest 2018 dann Downfall of Gaia. Also Nebel, Strobo und kompromisslos Geballer zwischen Atmospheric Black Metal und Crust.

Aber da war ja noch das Thema mit nachhause kommen und die Sache mit dem echt dürftigen ÖPNV – alles gleichzeitig und dann wieder eine Stunde nix. Ich habe also vorzeitig abgebrochen, letztes Jahr konnte ich ja glücklicherweise eine Show mitnehmen.

Fazit

Stünde mir bei 20 Euro für sieben Band irgendeine negative Wertung zu? Nein. Und da das Deaf Row Fest auch dieses Jahr wieder ein paar neue Dinge für mich dabei warebn, also auch ganz klares Ergebnis:

👕👕👕👕👕

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