Am 14. Mai gab es im Trafo Jena mit Bella Wakame und Slumberland einen Abend, der einfach alles richtig gemacht hat. Beide Acts waren mind-blowing gut, und das ist keine Ăśbertreibung. Das war einer dieser Abende, an denen man danach rausgeht und erst mal durchatmen muss.

Slumberland als Special Guest war schon mal ein Brett. Jochem Baelus aus Belgien baut sich seine Instrumente selbst um – von Nähmaschinen bis Filmprojektoren – und holt daraus Sounds raus, die irgendwo zwischen Krautrock, Post-Punk und komplettem Wahnsinn liegen. Das war hypnotisch und immer am Rand zum Überlaufen.

Bella Wakame haben dann noch mal eine Schippe draufgelegt. Perkussion und modulare Synthesizern haben zusammen etwas geschaffen, das einfach einzigartig ist – klingt nach monochromen Klangflächen, ist aber eine komplette Wundertüte. Soghaft, elektroakustisch, experimentell, aber immer mit Songstrukturen, die dich packen. Das pulsiert und groovt, hat Einflüsse von Neu! und Can, aber fließt zu etwas völlig Eigenem zusammen. Das Debütalbum von 2025 ist zurecht von der Schallplattenkritik ausgezeichnet worden – live ist das noch mal eine andere Dimension.
Zwei Acts, beide absolut auf Punkt. Das Trafo war wieder der perfekte Rahmen fĂĽr sowas, und fĂĽr 13 Euro war das ein Geschenk. Das war ehrlich verdiente
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