Wochenende ist immer etwas mehr Zeit für Freizeit, also wurde Film geschaut. Die Vorschau fand ich irgendwie interessant also ab in Der Tag, an dem die Erde stillstand, ein Remake eines Filmes aus dem Jahr 1951.

Damals halt direkt nach Krieg und Atombombe hatte der Film auch irgendwie einen guten Hintergrung, für die 2008 Version musste ein anderes Motiv herhalten. Aber von Anfang an …

Große leuchtende Kugeln – oder auch Sphären genannt – landen auf der Erde, die Anführerkugel im Central Park. Militär dreht durch und schießt erstmal los, als sich die Kugel öffnet und jemand rauskommt. Natürlich wurden kurz vorher noch die besten Wissenschaftler zusammengesammelt und die stehen nun mehr oder weniger motiviert um die Kugel rum. Naja, Kugeltypie fällt um, weil getroffen und dann geht es erstmal ab in Krankenhaus zur Rettung. Es findet sich auch ein Chirurg der sich am Alien versuchen will – und siehe da, unter der ersten Schicht Haut steckt ein Keanu Reeves.

Hat irgendwie sehr an Matrix errinnert mit all dem Schleim. Das Militär ist natürlich der Meinung, dass nach der Rettung Klaatu (so heißt Alien-Keanu) unter Drogen gesetzt und ausgehorcht werden muss. Und natürlich hat Klaatu Super-Alienkräfte mit Telepathie und sich in Netzwerke hacken – natürlich auch durch Kraft der Gedanken. Und natürlich gibt es eine Doktorin, die ihm helfen will. Und die gute Frau hat ein Stiefkind, weil ihr Mann gestorben ist. Und irgendwie wird dann alles sehr seltsam. Die Sphären sammeln Tiere ein und fliegen weg, der Roboterbegleiter von Klaatu verwandelt sich in einen Schwarm Menschen- und Menschenprodukte auflösender Insekten (also Autos, Städte, Verkehrsschilder etc.).

Ganz wichtig für den Film ist aber die Story, beziehungsweise „was will der Künstler uns damit sagen“. Die Sphären und Klaatu sind ja nicht ohne Grund auf die Erde gekommen. Die kommen nämlich vom intergalaktischen Greenpeace und haben festgestellt, dass die Menschen der Erde nicht gut tun und daher weg müssen – „Wenn die Erde stirbt, sterben auch die Menschen; aber wenn die Menschen sterben, kann die Erde leben“.

Aber natürlich ist noch nicht alles verloren, Greenpeace hat nämlich den emotional verweichlichten Klaatu als Exekutive geschickt und der lässt sich davon überzeugen, dass die Menschen doch nicht böse sind und sich ändern können.

Fazit: 90 Minuten – von denen die ersten zugegeben gut sind – wird dem Zuschauer die volle Öko- und Umweltschutzpackung gegeben. Die coolen Effekte aus den Trailern gab es, leider nicht mehr. Wer also wegen der Effekte schauen will, dem reicht die Vorschau. Ich habe ganz ehrlich bessere WWF und Greenpeace-Kampagnen gesehen, wenn es rein um die Botschaft gehen sollte. John Cleese war dabei, der hat’s aber auch nicht gerettet.

Ich empfehle als Alternative Krieg der Welten, Mars Attacks! oder Independence Day.

Aber irgendwie scheint das Thema gerade in zu sein. Es gab ja neulich mit The Happening schon einen Film zum Thema „der Mensch ist böse zur Erde“ und der war genauso daneben.

Zu empfehlen ist vielleicht doch noch die Website zum Film, da kann man sich sein eigenes Filmplakat zusammenbasteln.

Filmplakat - Der Tag, an dem die Erde stillstand
Filmplakat – Der Tag, an dem die Erde stillstand

Und die offizielle Wertung:

Gesamt
Story
Action
Bilder
Unterhaltung